Wohnbehaglichkeit durch die Sonnenstrahlen im Frühjahr
Wohnen

Wohnbehaglichkeit durch die Sonnenstrahlen im Frühjahr

Warme Aussichten für frostempfindliche Winterverächter: neben mehr Licht liefert uns die Sonne auch bald wieder mehr Wärme. Körper und Seele sehnen sich bereits nach den ersten wärmenden Sonnenstrahlen.   Sonnenlicht wirkt sich in der Regel positiv auf unsere Gemütsverfassung aus. Aber wer kennt die Situation nicht, wir kommen vom Büro, mit dem Auto nach Hause und es erwartet uns der „Hitzeschlag“. Vor dem Verlassen der Wohnung heute Früh haben wir in Sorge vor Wind und nicht gebetenen Besuchern natürlich sämtliche Fenster fest verschlossen.  Während die Wohnung nun gelüftet wird – oft zu früh und im Sommer bei zu hohen Außentemperaturen – nur um uns irgendwie doch noch Abkühlung zu verschaffen, fragen wir uns, ob dieser Zustand eigentlich verbessert werden kann.

 

 

Wie kommt es zur Überhitzung?

 

 

Im Winter wird die Sonnenenergie bei entsprechender Ausrichtung zur Erwärmung der Räume genutzt. Man spricht dann von passiven Solareinträgen. Dieser vorteilhafte Energiegewinn wird durch entsprechend große südorientierte Fensterflächen erreicht. Dabei dringt kurzwellige Sonnenstrahlung ungehindert durch die Glasscheiben ins Gebäudeinnere und erwärmt Fußböden, Wände und Möbel. Diese wiederum geben langwellige Wärmestrahlen ab, die durch die Glasscheibe nicht mehr nach außen gelangen können. Das ist ein wichtiges Prinzip für Niedrigenergie- und Passivhäuser. Im Sommer darf die Sonne nicht im gleichen Ausmaß „mitheizen“, da kann dieser Effekt aber auch zu Überhitzung und zur Beeinträchtigung der Wohnbehaglichkeit führen.  

Infobox:
Die Behaglichkeitsschwelle für unser Wohlbefinden liegt bei Innen- temperaturen von 27° C am Tag und 25° C in der Nacht.

 

 

Ob Innenräume im Sommer noch behaglich empfunden werden, hängt nicht nur von der Raumtemperatur ab, sondern auch von der Temperatur der Raumoberflächen, der Luftgeschwindigkeit, der Luftfeuchte, der Aktivität, Bekleidung und dem persönlichen Empfinden der Personen. Es ist daher schwierig, ein allgemein gültiges Maß für Behaglichkeit zu finden.

 

 

 

 

Verminderung des Wärmeeintrags!

 

 

Ist es außen heiß, kann es innen ungemütlich werden.   Um dem Problem der Raumüberhitzung vorzubeugen, sollte der solare Licht- und Wärmeeintrag durch die Verwendung vorhandener Verschattungselemente – wie Jalousien, Rollläden, Raffstore, aber auch feststehende, auskragende bauliche Elemente (z.B. Balkonplatten etc.) – so gut wie möglich reduziert werden. Bei Passivhäusern kann das bereits schon ab März notwendig sein.  

Infobox:
Bitte beachten Sie, dass außenliegende Verschattungselemente (Jalousien etc.) nur bis zu den angegebenen Windgeschwindigkeiten – hier liefert oft das Produktdatenblatt die entsprechenden Angaben – benutzt werden dürfen, da sonst Beschädigungen auftreten könnten.
  Die Verschattung verringert den Energieeintrag der Sonne und wir sind in der Lage passiv zu kühlen sowie Räume trotzdem mit natürlichem Tageslicht zu beleuchten. Bei der Verschattung geht es darum, das Innere des Gebäudes vor (sommerlicher) Überhitzung – gerade bei neuen und wesentlich luftdichteren Gebäuden – infolge hoher Sonneneinstrahlung zu schützen. Die Verschattung – im besten Fall außenliegend – reflektiert oder absorbiert die Wärmestrahlung der Sonne, bevor diese das Innere des Gebäudes erreicht.

 

…warum beschäftige ich mich schon jetzt mit diesem Thema…   Weil der Einsatz eines vorhandenen Sonnenschutzes – in der Architektur sollte man eher von Abschirmung oder Verschattung sprechen – oft schon vor der großen Sommerhitze sinnvoll oder notwendig ist.

Autor

Michael Herbek

Michael Herbek

Zuständigkeit bei der BUWOG: Abteilungsleiter Projektentwicklung AT

Bei der BUWOG tätig seit: 01.11.1993

Ich bin einer der „alten Hasen“ in der BUWOG Group und nun schon seit 20 Jahren im Bereich Development tätig.

Ich bin stolz darauf, in der BUWOG Group arbeiten zu können und das unsere Leistungen im Bereich der Nachhaltigkeit überzeugen. Wir sind ISO 50001 zertifiziert, und wir haben es in den VÖNIX-Nachhaltigkeitsindex geschafft.

Werde ich nach meinen zwei Jahrzehnten in der BUWOG gefragt – meine Antwort: „Der Job ist spannend und abwechslungsreich, solange man auch mal über den Tellerrand schaut“.

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