Der Lockdown, die BUWOG und ich
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Der Lockdown, die BUWOG und ich

In ihrem ganz persönlichen Blog-Beitrag „Der Lockdown, die BUWOG und ich“ erzählt unsere Kollegin Sonja Steidl, wie sie die vergangenen Wochen der Ausgangsbeschränkungen erlebt hat, welche Erfahrung sie mit der BUWOG und Home-Office während dieser Zeit gemacht hat und welche Herausforderungen es zu überwinden gab.

 

Ich habe es nicht geglaubt. Bis zuletzt nicht. Als am Wochenende vor dem 16. März die Anweisung kam, dass die gesamte Belegschaft der BUWOG ab sofort und bis auf weiteres vom Home-Office aus agieren wird, bin ich – gelinde gesagt – aus allen Wolken gefallen. Nicht im Traum hätte ich mir vorstellen können, dass ein großes Unternehmen wie die BUWOG von einem Tag auf den anderen seine Pforten schließen müsste.

 

Aber nicht nur die gesamte BUWOG übersiedelte dann von einem Tag auf den anderen ins Home-Office, sondern die gesamte Stadt. Nein, sogar das ganze Land wurde auf Anweisung der Regierung in einen Dornröschenschlaf versetzt. Von einem dauerschlafähnlichen Zustand ist allerdings im BUWOG-Home-Office bis jetzt nichts zu spüren.

 

Bereits im Vorfeld haben Management und Personalabteilung das Team mit viel Weitsicht instruiert und auf die Arbeit im Home-Office vorbereitet. Daher klappte der Wechsel vom Büro in die eigenen vier Wände auch rasch und reibungslos.

 

 

Der Shutdown und alles geht weiter

Am Tag 1 des Shutdowns logge ich mich in die Citrix ein und habe eine kurze IT-technische Frage. Nach kurzer Wartezeit antwortet mir ein gut gelaunter Mitarbeiter des IT-Service-Desks und löst die Angelegenheit in nur wenigen Minuten. Es kann losgehen.

 

Schon in den ersten beiden Tagen gelange ich recht schnell zu der Erkenntnis, dass vieles genauso funktioniert wie bisher – nur eben kontaktlos. Webex-Meetings, Telefon- und Videokonferenzen ersetzen jetzt die persönlichen Meetings im Büro. Und ich muss sagen, es klappt den Umständen entsprechend hervorragend. Auch bei kniffligeren Aufgaben im kontaktlosen Miteinander, wie beim Sichten einer kompletten Einreichplanung für ein Neubau-Projekt, werden die Kolleginnen und Kollegen von Tag zu Tag kreativer. Nur bei Videokonferenzen reagieren meistens alle mit verhaltener Freude. Denn keiner hat Lust darauf, sich für das Face-to-Face-Meeting mit den Kollegen aufzubrezeln.

 

Mut machen auch die individuellen Videobotschaften der Geschäftsführung und des Betriebsrats. In Zeiten großer Unsicherheit wird von Seiten der BUWOG alles getan, um mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Kontakt zu bleiben und ihnen ihre Ängste und Unsicherheiten hinsichtlich ihres Jobs zu nehmen. Spätestens nach der Videobotschaft von Daniel Riedl wird klar, dass alle Arbeitsplätze gesichert sind. Ich höre mich im privaten Freundeskreis um und stelle fest, dass eine solche proaktive Kommunikation seitens des Managements nicht die Norm ist. Das ist für mich wieder einmal ein Beweis dafür, dass die BUWOG ganz besonders auf ihre Mitarbeiter achtet.

 

Der Umzug steht ins Haus

Aber nicht jeder arbeitet von Zuhause aus. Immerhin steht der große Umzug in die Rathausstraße in Kürze bevor. Die Kolleginnen und Kollegen vom Flächenmanagement arbeiten mit den Umzugskoordinatoren auf Hochtouren daran. Von den Umzugskisten bis zu den Etiketten steht immer schon alles zeitgerecht für jeden Mitarbeiter bereit. Wie viele meiner Kolleginnen und Kollegen freue ich mich auch schon sehr auf das neue Büro und kann es kaum erwarten, dass wir endlich umziehen. Ein großes Dankeschön an alle, die so unermüdlich an einem reibungslosen Ablauf arbeiten und ein Lob für so viel Professionalität!

 

Die PR- und Marketing-Abteilung ist ebenfalls kontinuierlich bestrebt, Kontakt zu halten und immer wieder neuen Content für uns zu produzieren. Wir wurden etwa mit Freizeit-Tipps auf kulturelles Programm im Internet wie Online-Konzerte und -Museumsbesuche aufmerksam gemacht. So können wir die unfreiwillig gewonnene Zeit Zuhause auch außerhalb der Arbeitszeiten gut nützen. Oder der Aufruf an alle Kollegen, ein Foto von sich im Home-Office zu posten, um mit der daraus gebastelten Collage zu zeigen, dass wir trotz der räumlichen Distanz miteinander verbunden sind.

 

Auch immer sehr erfreulich: das Mittagessen. Der neue Caterer „Limoni‘s“ startet Anfang Mai nicht in der einfachsten Zeit. Obwohl wir auch im Mai noch grundsätzlich daheim arbeiten, muss jeder einmal zum Packen für unsere Übersiedlung ins Büro und freut sich umso mehr, sich ordentlich stärken zu können. Die Menükarte liest sich zudem nicht unähnlich der eines Hauben-Restaurants. Eine kleine Truppe aus meiner Abteilung probiert am ersten Tag das Zitronenhühnchen auf selbstgemachten Kartoffel-Spalten. Sie schmecken nicht nur ausgezeichnet, sondern sind auch hübsch am Teller arrangiert. Obwohl die Tische im Speiseraum aufgrund der Gesundheits- und Hygiene-Verordnungen weit auseinandergerückt sind, sitzen alle Kolleginnen und Kollegen zumindest in etwa in ihrem angestammten Eck. So etwas nennt man wohl Territorialverhalten.

 

Neue Probleme bringen neue Lösungen

Meine persönliche Herausforderung innerhalb der letzten beiden Monate ist der neue Job im Einzelwohnungsverkauf, den ich gleich in der allerersten Woche des Lockdowns gänzlich am Telefon übernehme. Die zunächst etwas störanfällige Verbindung Zuhause ist dabei nicht unbedingt hilfreich. Alle, die schon einmal mit mir telefoniert haben, können ein Lied davon singen. Aber die Probleme lassen sich letztendlich gut lösen und ich erfahre sehr viel Unterstützung durch mein neues Team, meine Vorgesetzte und meinen Buddy aus Kärnten, der sich gemeinsam mit mir schon mal zwei Stunden virtuell durch unsere Unternehmenssoftware SAP kämpft. Danke für Eure Rückendeckung, liebe Kollegen!

 

Womit ich gar nicht klarkomme, ist der Mund-Nasen-Schutz. Ich trage ihn natürlich, hege aber eine leidenschaftliche Abneigung dagegen. Möglicherweise ist aber auch mein erster Kundenberatungstermin daran schuld. Dieser findet auf der Baustelle unseres Neubauprojekts „Marina Tower“ mit einer Gefäßchirurgin statt, die direkt von einem mehrstündigen Eingriff kommt und noch ihre grüne OP-Maske trägt. Beim Sprechen habe ich dann während des gesamten Termins das Gefühl, meine Maske zu inhalieren. Danach fühlt es sich wie ein kleiner Befreiungsschlag an, als ich mir endlich die Maske herunterreißen kann. Aber auch diese kleinen Ärgernisse werden nicht von Dauer sein.

 

Gemeinsam aus der Krise

In den vergangenen Monaten mussten wir alle unser Leben radikal umstellen. Viele von uns sehen sich sowohl beruflich als auch privat mit großen Herausforderungen konfrontiert. Aber egal wie schwierig eine Situation manchmal auch erscheinen mag, es zeigt sich auf der Kehrseite oft der eine oder andere positive Aspekt. Die Natur kann einen tiefen Atemzug machen. Eine gewisse Entschleunigung ist zu spüren. Und für all die Kleinigkeiten, die uns für gewöhnlich so selbstverständlich erscheinen, empfindet man auf einmal wieder viel mehr Dankbarkeit und Wertschätzung: die Freiheit durch die Welt zu reisen, die Möglichkeit, die Familie wieder zu umarmen oder das Feierabend-Bier beim Lieblingswirten ums Eck zu genießen.

 

Hier bei uns in der BUWOG ist es schön zu sehen, dass die Krise unseren Zusammenhalt noch mehr gestärkt hat. Gemeinsam werden wir an der Situation wachsen und kraftvoll daraus hervorgehen, um uns dann hoffentlich bald wieder persönlich begegnen zu können. Denn so gut all die technischen Hilfsmittel auch funktionieren, das gemeinsame Miteinander können sie uns auf Dauer nicht ersetzen. Und das sollen sie auch gar nicht.

 

Sonja Steidl

Über den Autor

Sonja Steidl

Managerin Einzelwohnungsverkauf

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