BUWOG persönlich: Arne Klauke, Abteilungsleiter Baumanagement
Qualität, Kosten und Termine immer im Blick: Arne Klauke ist Abteilungsleiter Baumanagement der BUWOG in Deutschland
Karriere

BUWOG persönlich: Arne Klauke, Abteilungsleiter Baumanagement

In unserer Serie „BUWOG persönlich“ stellen wir Menschen vor, die an aktuellen Projekten und Zukunftsthemen der BUWOG arbeiten. Sie alle eint das Motto der BUWOG: Glücklich wohnen. In dieser Folge sprechen wir mit Arne Klauke, der als Abteilungsleiter Baumanagement der BUWOG Bauträger GmbH in der Projektentwicklung arbeitet.

 

Herr Klauke, was sind Ihre Aufgaben bei der BUWOG?

Arne Klauke: „Meine Aufgaben sind die operative Abteilungsleitung des Bereiches Baumanagement und des technischen Erwerbermanagements für die Standorte der BUWOG. Dabei habe ich ein motiviertes Team, das derzeit rund 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umfasst und laufend wächst. Die BUWOG hat in Deutschland derzeit rund 15.000 Wohnungen in Bau und in Planung – da gibt es für uns alle viel zu tun! Zu den Aufgaben des Bereichs zählt die technische Realisierung der Bauprojekte mit einem besonderen Augenmerk auf gute Qualität, Termintreue und Kosteneinhaltung. Zusätzlich sind wir für technische Fragen bei der Abwicklung der Kundensonderausstattung zuständig. Das Tolle ist also, dass man von der ersten Planung bis zur Übergabe an die glücklichen Erwerberinnen und Erwerber alle Phasen des Baumanagements mitbekommt – und hier seinen Beitrag leisten kann.“

 

Wie kamen Sie zur BUWOG?

Arne Klauke: „Seit meinem 16. Lebensjahr arbeite ich auf dem Bau. Meine Ausbildung habe ich ganz bodenständig als Baufacharbeiter gemacht und dort auch viele Jahre gearbeitet. Dazu gehörte die gesamte Bandbreite der Hauptaufgaben wie Mauern, Putzen, das Arbeiten mit Beton, Stahlbeton, das Ausführen von Eisenbiegerarbeiten, Zimmerer- und Schalungsbau und, und, und. Ich komme also aus der Praxis und bin mit Stahl und Beton aufgewachsen (lacht).

Zum „Schreibtisch-Job“ kam ich dann erst später: Über den zweiten Bildungsweg habe ich ein Ingenieurstudium an der Technischen Universität Cottbus absolviert. Danach schloss sich eine mehrjährige Tätigkeit als Bauleiter für den Konzern NCC an, bei der ich bundesweit im Einsatz war. Anschließend folgte eine mehrjährige Tätigkeit als Projektsteuerer für die Landeshauptstadt Potsdam, was sehr spannend war, da ich so auch die andere Seite – die Sicht der Kommune – mitbekam. Nun bin ich seit gut zwei Jahren bei der BUWOG und fühle mich hier einerseits menschlich im Team sehr wohl, andererseits kenne und schätze ich die Arbeitsweise der BUWOG und kann mit gutem Gewissen für das Baumanagement Verantwortung übernehmen. Neben dem Beruf bilde ich mich noch weiter und mache eine Ausbildung als Tragwerksplaner und Energieberater. Man lernt nie aus!“

 

Welche Ausbildung und Fähigkeiten braucht es, um Ihre Position auszufüllen?

Arne Klauke: „Also, erst einmal braucht es ein umfassendes technisches Verständnis für alle Prozesse am Bau. Das heißt: Einen tiefen Einblick und spezifische Kenntnisse der wichtigsten Phasen von der Planung bis zur Abnahme.  Mit einer fundierten Ausbildung erlernt man auch ein ingenieurtechnisches Vorgehen bei der Problemlösung und eine analytische Denkweise. Besonders wichtig finde ich zwei Soft-Skills, die vielleicht nach einer Selbstverständlichkeit klingen, es aber nicht sind: Man braucht Fokussierung und Belastbarkeit – und zwar genau in dieser Kombination. Also fokussiert nicht nur kurz, sondern auch während stundenlanger Baubesprechungen oder Begehungen vor Ort. Und Belastbarkeit beispielsweise über eine lange Dauer eines Bauprojekts und auch über manchmal längere Phasen, in denen technische Situationen gelöst werden müssen. Baustellen und das Arbeiten mit Baumaterialien und Naturprodukten, das ist oft auch das ständige Lösen von unerwarteten Herausforderungen – dabei muss man lernen, effektiv und effizient alle zur Verfügung stehenden Kapazitäten zu nutzen; im Team und bei den engagierten Gewerken und Dienstleistern.“

 

Wie sehen die typischen Aufgaben in Ihrer Position aus?

Arne Klauke: „Zuerst und vorrangig gehört die Steuerung des operativen Baugeschehens zum Aufgabengebiet. Das bedeutet: Man nimmt so früh wie möglich Einfluss auf den Planungsprozess um optimale Lösungen voranzutreiben. Während des Baugeschehens gehört die Gestaltung einer möglichst störungsfreien Umsetzung zum Aufgabengebiet – bis hin zur Übergabe an die Kunden. Unsere Perspektive ist dabei immer das Einhalten von drei Faktoren: Qualität, Termintreue und Kosten.

Eine zwar nicht typische, aber doch wachsend wichtigere Aufgabe ist auch die strategische Weiterentwicklung der BUWOG in Zusammenarbeit mit den anderen Bereichen, etwa um neue Bautechniken, nachhaltigen Baustoffeinsatz oder zum Beispiel die Holz-Hybrid-Bauweise voranzutreiben. In diesem Rahmen gibt es viele Schnittstellen im Konzern, mit denen man Innovationen untersuchen und umsetzen kann.“

 

Worin liegen die Herausforderungen und Chancen in Ihrem Tätigkeitsbereich?

Arne Klauke: „Neben den technischen Herausforderungen, die sich aus den Projekten ergeben, gibt es eine Reihe von Herausforderungen, die durch die Entwicklung der Marktsituation noch zunehmen werden. Dazu gehören der Fachkräftemangel, die Materialknappheit und damit einhergehend die steigenden Preise im Bau. Eine Herausforderung liegt sicher auch in der Bürokratie und der langwierigen Bearbeitung von Bauanträgen. Die Regularien für Neubau werden immer mehr, vom Brandschutz bis Schallschutz und nicht zuletzt steigenden Umweltanforderungen. All dies hat irgendwo seine Berechtigung – es sind aber alles zusätzliche Hürden, über die man „drüber muss“. Betrachte ich auf der anderen Seite die Chancen, dann kann ich sagen, dass in meinem Bereich ein wichtiger Hebel liegt, um nachhaltiges Bauen voranzubringen und bessere CO2-Bilanzen auch während des Baus umzusetzen, etwa wenn wir regionale Unternehmen beauftragen und Beton, Fenster, Ziegel und Co in der Region kaufen. Das reduziert Anfahrtswege und hält die Jobs vor Ort – ein unmittelbar positiver Effekt! Eine Chance für die Zukunft liegt sicher in der Standardisierung der Bauproduktion, wo immer es möglich ist. Hier kann man viel von der Automobilwirtschaft lernen, Stichwort ‚Plattformtechnologie‘.“

 

Was glauben Sie – wie wohnen wir in Zukunft?

Arne Klauke: „Als vorwiegend analytisch denkender Bauingenieur, fällt mir der Blick in die Glaskugel da etwas schwer (lacht). Wohnen der Zukunft… dieses Thema ist so vielschichtig und berührt so viele soziale, ökologische und gesellschaftliche Fragen, dass es da sicher kein Patentrezept gibt! Schauen wir uns die Modell-Siedlungen früherer Generationen an, so sind diese heute oft Brennpunkte statt Vorzeigestädte. Daraus sollten wir lernen und ehrliche, gute Quartiere für die Zukunft bauen. Quartiere, in denen Wohnraum und begleitende Qualitäten einhergehend realisiert werden statt „Konzept-Architektur“, wie sie in den 1960ern und 70ern als Hochhaussiedlungen durchgezogen wurde. Für die Zukunft wäre ein Wunsch, dass es eine Hinwendung zu ehrlicher Nachhaltigkeit ohne „Greenwashing“ gibt. Das gilt nicht nur im Bau, sondern in allen Bereichen. Bezogen auf die Planung und Bauausführung – die Grundlage des Wohnens – sollte noch stärker als jetzt auf effektive und effiziente Nutzung aller Ressourcen – Material, aber auch Fläche – geachtet werden. Dies schließt konsequentes Recycling und Wiederverwendung übrigens ein, deshalb finde ich gut, dass die BUWOG jetzt Mitglied bei Madaster ist und damit einen wichtigen Schritt Richtung Kreislaufwirtschaft geht.

 

Glücklich wohnen: Was bedeutet dieses Motto der BUWOG für Sie ganz persönlich?

Arne Klauke: „Einen Rückzugsort zum Leben, Lieben, Lachen, Geborgenfühlen, Kraft tanken, Entspannen….“

 


 

„Im Baumanagement liegt ein wichtiger Hebel, um nachhaltiges Bauen voranzubringen und bessere CO2-Bilanzen auch während des Baus umzusetzen.“

 


 

Steckbrief

  • 52 Jahre
  • Bauingenieur
  • Seit 36 Jahren „auf dem Bau“
  • Freizeit: Kraftdreikampf, Wassersport, Literatur

 

Lieblingszitat:

„Das Gegenteil von gut, ist gut gemeint.“

(Dietmar Wischmeyer)

 


 

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Michael Divé

Über den Autor

Michael Divé

Zuständigkeit bei der BUWOG: Teamleiter Kommunikation und Pressesprecher BUWOG Deutschland.

Michael Divé (43) leitet die Unternehmenskommunikation und digitalen Kanäle in Deutschland. Nach seinem Studium der Medienwirtschaft an der Hochschule RheinMain in Wiesbaden und Toulouse (Frankreich) war er als Journalist und Medienmanager für verschiedene Medien und Handelsunternehmen tätig.

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