70 Jahre BUWOG: Nachhaltiges Bauen und Wohnen
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70 Jahre BUWOG: Nachhaltiges Bauen und Wohnen

Seit Jahren verfolgt die BUWOG einen zukunftsorientierten Ansatz mit Schwerpunkt auf nachhaltiges Bauen und Wohnen. In unserer Jubiläums-Blogserie beleuchten wir dieses Mal unsere Klimaschutzziele. 

 

Nachhaltigkeit ist eines der dringlichsten Themen unserer Zeit. Auch der Immobilienwirtschaft kommt im Hinblick auf den Klimaschutz eine große Bedeutung zu. So entfällt etwa ein Großteil des CO2-Ausstoßes auf den Gebäudesektor. Die Zukunft des Wohnens soll deshalb grüner und klimaschonender werden. Mehr noch: Nachhaltiges Bauen und Wohnen heißt auch, sich der sozialen und ökonomischen Verantwortung zu stellen. Die BUWOG geht mit gutem Beispiel voran und verfolgt in Deutschland und Österreich seit vielen Jahren eine ambitionierte Nachhaltigkeitsagenda.

Weniger Treibhausgase: Klimaschonende Energieversorgung

BUWOG Wohnquartier am Ufer der Havel
Ein nachhaltiges Wohnquartier: BUWOG SPEICHERBALLETT mit den namensgebenden Denkmalspeichern.

Um den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid zu reduzieren, setzt die BUWOG auf eine Vielzahl von Maßnahmen. Bis 2023 wollen wir erreichen, dass jede dritte Wohnung bei unseren Neubauprojekten in Deutschland mit erneuerbaren Energien versorgt wird. Einen wichtigen Beitrag leistet dabei der Einsatz von Photovoltaikanlagen auf vielen Dächern, die Strom aus Sonnenergie erzeugen. Ökostrom kommt bei der BUWOG inzwischen auch auf einigen Baustellen zum Einsatz, etwa beim Berliner Neubauprojekt BUWOG SPEICHERBALLETT, wo inzwischen auch die Baukräne als größter Verbraucher mit Grünstrom betrieben werden.

 

Ein weiteres Beispiel für effiziente und klimaschonende Energieversorgung ist das Nahwärmenetz im Berliner Quartier 52° Nord, wo die BUWOG eine moderne Energiezentrale realisiert hat. Kompakte Blockheizkraftwerke erzeugen dort direkt vor Ort durch Kraftwärmekopplung Strom und Wärme gleichzeitig. Das senkt den Brennstoffbedarf und reduziert CO2-Emmissionen. Eine vergleichsweise noch selten genutzte regenerative Energiequelle ist die sogenannte Geothermie, wie sie im Wiener Wohnungsneubauprojekt BUWOG MARINA TOWER genutzt wird. Dabei wird die nahezu konstante Temperatur von etwa 10 Grad Celsius in der bis zu 100 Meter tiefen Erdschicht als Energieträger genutzt.

Förderung von Elektromobilität

Smarte Mobilitätskonzepte für einen klimaneutralen Verkehr: Damit die Bewohner:innen Alternativen zum eigenen Auto unkompliziert nutzen können, achtet die BUWOG bei Quartiersentwicklungen auf eine gute Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz und sorgt für ausreichend Fahrradstellplätze. Besonders vorbildlich: Im nachhaltigen Vorzeigeprojekt BUWOG ERnteLAA im 23. Wiener Gemeindebezirk erhält jeder Haushalt bei Erstbezug sogar eine Jahreskarte für den Wiener Nahverkehr. Den Umstieg vom Auto mit Verbrennungsmotor auf Elektrofahrzeuge fördert die BUWOG zudem mit dem Ausbau von Stellplätzen mit E-Ladestationen; aktuell haben wir in Deutschland 25 Prozent aller Stellplätze bereits dafür vorgerüstet.

Schonung von Ressourcen: Nachhaltig bauen

Bewahrung von Bestandsgebäuden: Das Werfthaus im BUWOG HELLING HOF

Ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit beginnt bereits bei der Auswahl der Baumaterialien. Wir achten darauf, möglichst nachhaltige Rohstoffe aus der Region zu beziehen, wo immer es möglich und sinnvoll ist. Das reduziert durch verkürzte Lieferwege CO2-Emmissionen und sichert Arbeitsplätze vor Ort. Dies können Baustoffe aus besonders langlebigen oder recycelten Materialien sein. Zum Beispiel Recyclingbeton, recyceltes Aluminium, biologische Dämmstoffe aus Muschelschalen, Pflanzenresten oder Sägespäne.

 

 

Zudem rückt der nachwachsende Rohstoff Holz wieder verstärkt in den Fokus der Immobilienwirtschaft. Gebäude in Holz- oder Holz-Hybrid-Bauweise haben eine bessere Klimabilanz als Wohnbauten, die ausschließlich aus Beton, Stahl und Zement bestehen. Gute Erfahrungen hat die BUWOG damit z.B. mit den BUWOG KOMPASSHÄUSERN im Quartier 52° Nord in Berlin-Grünau oder in der Wiener Baranygasse im 22. Gemeindebezirk gemacht.

 

Und nicht zuletzt die Bewahrung historischer Bestandsgebäude und ihre Umwandlung zu Wohnraum wie beispielsweise in den beiden Berliner Projekten BUWOG SPEICHERBALLETT und BUWOG HELLING HOF ist ein Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und Baustoffen.

Soziale Nachhaltigkeit: Wohnen für alle Generationen

Bei der Quartiersentwicklung setzt die BUWOG auch auf gute Nachbarschaft. Das bedeutet offene, freundliche und möglichst verkehrsarme Quartiere mit hoher Lebens- und Aufenthaltsqualität – und zwar für alle Generationen. Barrierearme und barrierefreie Wohnungen mit unterschiedlichen Grundrissen und Größen gehören ebenso dazu wie frei zugängliche Grün-, Spiel- und Erholungsflächen. Bei vielen Neubauprojekten realisieren wir zudem quartierseigene Kitas. Im BUWOG SPEICHERBALLETT ist darüber hinaus ein speziell für Senioren konzipiertes Gebäude geplant, zu dem auch eine Tagespflege gehört, die auch für Menschen offensteht, die nicht im Quartier wohnen.

Biologische Artenvielfalt in den Quartieren

Eines unserer Ziele bei Wohnbauprojekten und Quartiersentwicklungen ist das nachhaltige Agieren im Hinblick auf die Biodiversität. Viele ungenutzte Dächer werden beispielsweise mit robusten und wasserspeichernden Pflanzen extensiv begrünt. Diese verbessern nicht nur das Stadtklima, sondern bieten Insekten und Vögeln zusätzlichen Lebensraum, speichern Regenwasser und geben es wieder in den natürlichen Wasserkreislauf zurück. Positiver Nebeneffekt: Die Verdunstung sorgt bei Hitzetagen für angenehme Kühlung.

 

Noch einen Schritt weiter sind wir bei unserem nachhaltigen Wiener Wohnprojekt ERnteLAA gegangen. Neben großen Beeten und begrünten Fassaden gibt es auf dem Dach zusätzliche, intensiv begrünte Gärten, die der allgemeinen Nutzung offenstehen.

 

Dachgarten im BUWOG ERnteLAA

Möglichst viele Grünflächen statt Bodenversiegelung: Das ist gut fürs Klima, die Biodiversität und schafft Versickerungsflächen für Regenwasser. Im Berliner BUWOG-Quartier 52° Nord haben wir zusätzlich zu den Grünflächen ein 6.000 Quadratmeter großes und bepflanztes Wasserbecken realisiert, das nach dem Modell der Schwammstadt das Regenwasser der umliegenden Grundstücke auffängt, biologisch reinigt und in den natürlichen Wasserkreislauf zurückführt. Dieses Regenwasserrückhaltebecken dient zudem als Biotop für Wassertiere und Insekten. 2020 wurde das Projekt mit dem Award Deutscher Wohnungsbau ausgezeichnet, verliehen unter anderem von der Bundesstiftung Baukultur.

 

Klimaschutzziele auch an den BUWOG-Standorten

Die BUWOG setzt aber nicht nur im Wohnungsneubau ökologische Nachhaltigkeit um, sondern verfolgt auch an den einzelnen Firmenstandorten in Deutschland und Österreich ambitionierte Klimaschutzziele. So verfügt die BUWOG über ein Energiemanagementsystem zertifiziert nach ISO 50001 und ist in Österreich als einziges Immobilienunternehmen Partner im klima:aktiv pakt. Im Sommer dieses Jahres siedelte die BUWOG Honigbienen auf der Dachterrasse der Wiener Unternehmenszentrale an, der Berliner Standort möchte diesem Beispiel im kommenden Jahr folgen.

 

Das Engagement der BUWOG bleibt nicht unbemerkt: Viele Bauprojekte wurden in den vergangenen Jahren mit Preisen geehrt: So wurde beispielsweise das Berliner Quartier 52° Nord mit dem renommierten ICONIC AWARD 2020 ausgezeichnet. In Wien erhielt das Vorzeigeprojekt KENNEDY GARDEN das „Greenpass“-Zertifikat und wurde mit dem European Property Award geehrt. Und im Juni dieses Jahres erhielt die BUWOG den German Brand Award u.a. in der Kategorie Sustainable Brand of the Year.

 

Zum 70. Geburtstag blickt die BUWOG in eine nachhaltige, klimaschonende und lebenswerte Zukunft des Wohnens. Es gibt noch viel zu tun. Packen wir es an.

 

 

Torsten Hahn

Über den Autor

Torsten Hahn

Zuständigkeit bei der BUWOG: Communications Manager Deutschland.

Torsten Hahn blickt auf 20 Jahre Praxiserfahrung in verschiedenen Medienhäusern, Agenturen und Unternehmen. Er war als Redakteur und Journalist für diverse Publikationen tätig und arbeitete als freier Autor, PR- und Social Media Manager. Bei der BUWOG verantwortet er am Standort Berlin nun die Unternehmenskommunikation und betreut die digitalen Kanäle in Deutschland.

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