BUWOG persönlich: Elke Kaczmarek, Kaufmännische Projektleitung
Projektleitung Elke Kaczmarek, BUWOG Bauträger GmbH. Fotocredit: Claudia Hechtenberg / BUWOG
Karriere

BUWOG persönlich: Elke Kaczmarek, Kaufmännische Projektleitung

„Das magische Dreieck aus Kosten, Qualitäten und Terminen“

 

In unserer neuen Serie „BUWOG persönlich“ stellen wir Menschen vor, die an aktuellen Projekten und Zukunftsthemen der BUWOG arbeiten. Sie alle eint das Ziel, das Motto der BUWOG täglich erlebbar zu machen: Glücklich wohnen. In Teil 2 unserer Reihe sprechen wir mit Elke Kaczmarek. Als kaufmännische Projektleiterin im Development verantwortet sie Neubauprojekte in Berlin. Vom Grundstückskauf bis zur Schlüsselübergabe – ein weites Feld.

 

Frau Kaczmarek, was ist Ihre Aufgabe bei der BUWOG? 

Als kaufmännische Projektleitung verantworte ich im Berliner Raum verschiedene Neubauprojekte und koordiniere die Entwicklung der Projekte. Das beginnt beim Ankauf eines Grundstücks, der Prüfung des Standorts und der Chancen und Risiken für diese Lage. Der nächste Schritt ist es, innovative und marktgängige Produkte zu konzipieren und dabei die Zielgruppe richtig vor Augen zu haben. Welche Eigentumswohnung passt für welchen Wohntyp? Eine Familie sucht beispielsweise bevorzugt eine Vierzimmerwohnung mit Garten. Ein Single wünscht sich vielleicht eher ein Innenstadt-Apartment mit kompaktem Grundriss und smarter Haustechnik. Nach genauer Analyse der Zielgruppen wird ein optimaler Wohnungsmix festgelegt und die Produkte werden entsprechend gestaltet. Auch ergänzende Angebote im Quartier sind zu berücksichtigen. Wer wird hier wohnen? Brauchen wir eine Kita im Quartier? Wie viele Tiefgaragenstellplätze sind nötig,  wie wird sich die Mobilität/ÖPNV in den nächsten 10 Jahren weiter entwickeln? Wo gestalten wir Erholungsbereiche und Grünflächen mit hohen Aufenthaltsqualitäten? So entsteht ein gut funktionierendes Quartier, das Wohnqualität und Nachhaltigkeit vereint. Das vorauszuplanen und dabei auch das Budget zu berücksichtigen, ist eine wesentliche Aufgabe der Projektleitung.

 

Wie kamen Sie zur BUWOG und welche Ausbildung und Fähigkeiten braucht es um Ihre Position auszufüllen? 

Nach einer kaufmännischen Ausbildung habe ich an der Fachhochschule Augsburg Architektur studiert und dann Erfahrungen in diversen Architekturbüros gesammelt. Im Jahr 2002 kam ich nach Berlin und habe bei einem Bauträger angefangen. Hier war ich direkt der Geschäftsführung unterstellt. Schwerpunktmäßig habe ich den Personalbereich aufgebaut, war unter anderem für die Liquiditätsplanung und -steuerung, Controlling der Projekte und das Vertragsmanagement zuständig. Dieses Unternehmen wurde 2012 von der BUWOG übernommen und ich habe mich auf meine Kernkompetenzen besonnen: Back to the roots! In meinem neuen Aufgabengebiet betreute ich  ein Projekt mit ca. 120 Eigentumswohnungen im Quartier 52° Nord.

Torhäuser im Quartier 52° Nord im Januar 2019. Fotocredit: Michael Divé / BUWOG.com
Torhäuser im Quartier 52° Nord im Januar 2019. Fotocredit: Michael Divé / BUWOG.com

Aktuell zeichne ich verantwortlich für die Quartiersentwicklung in der Parkstraße, hier entsteht das neue  Quartier „SpeicherBallett“ mit rund 50.000 Quadratmetern Nutzfläche. Herzstück sind hier die historischen Speichergebäude am Havel-Ufer. Diese werden wir denkmalgerecht sanieren und in ein Neubau-Wohnquartier einbetten. Hier spielen Themen wie Smart City, nachhaltige Energiekonzepte sowie zeitgemäße Mobilitätsangebote eine zentrale Rolle.

Um als Projektleiter erfolgreich zu sein, ist eine technische und/oder wirtschaftliche Ausbildung nötig. Auch sollte man komplexe Abläufe und Abhängigkeiten im Blick behalten und eine gehörige Portion Durchsetzungskraft und Stressresistenz mitbringen. Außerdem sollte man offen sein für Neues und über den Tellerrand blicken, denn jedes Projekt ist anders! Neue Architektur, neues Umfeld, neue Ansprechpartner, neue Teams – nichts ist so beständig wie der Wandel.

 

Wie sehen die typischen Aufgaben in Ihrer Position aus?

Visulisierung "SpeicherBallett"
Visulisierung „SpeicherBallett“

Das ist sehr vielseitig und kann von Projekt zu Projekt sehr unterschiedlich sein. Beim kaufmännischen Projektleiter laufen im Grunde alle Zahlen und wirtschaftlichen Entscheidungen zusammen. Man ist erster Ansprechpartner für alle Belange rund um das Neubauprojekt.

Die Projektleitung koordiniert die einzelnen Abteilungen und Beteiligten innerhalb und außerhalb des Unternehmens, hier läuft alles zusammen. Eine wichtige Voraussetzung hierfür sind  Organisationsfähigkeit einerseits  und manchmal schon mediatorische Fähigkeiten andererseits. Im regelmäßigen Jour Fixe und den Meetings des Bereichs Development werden Informationen abgeglichen und Entscheidungen vorbereitet oder getroffen. Die Pflege und das Controlling von Budgets und Kostenübersichten ist viel tägliche Fleißarbeit. Aber nur so ist man als Projektleitung jederzeit aussagefähig über den aktuellen Projektstatus und die Wirtschaftlichkeit.

 

Worin liegen die Herausforderungen und Chancen in Ihrem Tätigkeitsbereich?

Die Herausforderungen und Chancen sind in meinem Bereich als ein magisches Dreieck zu sehen. Das magische Dreieck aus Kosten, Qualitäten und Terminen! Das bedeutet, vereinfacht ausgedrückt: Man kann beispielsweise günstig Leistungen einkaufen, das geht aber oft zu Lasten der Qualität und der Schnelligkeit. Andererseits kann man sehr hochwertig planen, was aber teuer wird und möglicherweise länger dauert, beispielsweise weil man spezielles Material einsetzt. Die Kunst liegt darin, die goldene Mitte zu finden. Eine weitere Herausforderung ist es in der Umsetzung, geeignete Dienstleister zu finden, die diesen Weg mit uns gehen, also sehr gute Qualität innerhalb der geplanten Termine bieten und das zu Kosten, die am Ende auch durch den Markt akzeptiert werden.

Die Chance ist, dass wir Quartiere wirklich ab dem ersten Moment entwickeln. Wir planen zum Teil die Infrastruktur, denken ganzheitlich, das macht viel Spaß. Das Tolle ist, dass am Ende ein Wohnquartier gebaute Realität ist, in dem Menschen lange glücklich wohnen und das auch in vielen Jahren noch das Gesicht der Stadt prägt.

 

Glücklich wohnen: Was bedeutet dieses Motto der BUWOG für Sie ganz persönlich?

 Gute Frage. Eine glückliche Projektleiterin bin ich, wenn ich an einem fertigen Gebäude der BUWOG vorbeifahre – das ist immer ein besonderes Gefühl! Jede positive Rückmeldung von Kunden freut mich da natürlich sehr. Glücklich wohnen bedeutet, die richtige Wohnung zu haben, die zur Lebenssituation passt. Da sind die Wohnungen so unterschiedlich wie die Menschen. Ganz persönlich habe ich für mich mein Wohnglück bereits gefunden. Ich wohne in einer Altbauwohnung im Prenzlauer Berg in Berlin, zusammen mit meinem Mann und unseren 15 Neon-Fischen.

 

 


 

Projektleitung Elke Kaczmarek, BUWOG Bauträger GmbH. Fotocredit: Claudia Hechtenberg / BUWOG
Elke Kaczmarek

Steckbrief

Elke Kaczmarek studierte Architektur an der FH Augsburg. Seit 2002 ist sie bei der BUWOG bzw. einem Vorgängerunternehmen beschäftigt.

 

Als Projektleiterin ist sie heute verantwortlich für Projekte des Immobilienneubaus.

In ihrer Freizeit verbringt sie gern Zeit mit ihrer Familie, geht ins Theater und hält sich mit Yoga fit für den Alltag.

 

 

 

Lieblingszitat:

„Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand.“

Max Frisch (Schweizer Schriftsteller und Architekt)

 

 


 

Michael Divé

Über den Autor

Michael Divé

Michael Divé ist Teamleiter Kommunikation und Pressesprecher der BUWOG in Deutschland.

Er leitet die Unternehmenskommunikation und die digitalen Kanäle der BUWOG in Deutschland und moderiert den Podcast GLÜCKLICH WOHNEN. Nach seinem Studium der Medienwirtschaft an der Hochschule RheinMain in Wiesbaden und Toulouse (Frankreich) war er als Journalist und Medienmanager für verschiedene Medien und Unternehmen tätig.