Bau und Kunst: Historische Bauten – Stilvoll revitalisiert
Körnerschlössl, 1230 Wien
Panorama

Bau und Kunst: Historische Bauten – Stilvoll revitalisiert

Seit 1951 prägt die BUWOG mit zeitgemäßen und an die Bedürfnisse der Menschen angepassten Wohnlösungen den Wohnungsmarkt in Österreich und beginnt 2012 mit ihren Bauträgeraktivitäten in Deutschland. Kunst in all ihren Facetten schafft dabei als integrativer Bestandteil jenen identitätsstiftenden Mehrwert, der Menschen verbindet, den Bauten ihren individuellen Charakter verleiht und unsere Unternehmensphilosophie sichtbar macht.

 

Neben zeitgenössischen Positionen fördert die BUWOG ganz bewusst auch die Revitalisierung historischer Architekturjuwele, ein Engagement, das sich ganz natürlich aus dem Geschäftsfeld ableitet. Als arrivierter Immobilienentwickler mit entsprechenden wirtschaftlichen Möglichkeiten versteht die BUWOG dies als Auftrag, die naturgemäß strengen konservatorischen Auflagen umzusetzen. Zudem soll gezeigt werden, dass wegweisende Ideen und Baukonzepte aus Renaissance, Barock, Jugendstil, Gründerzeit oder Art Déco auch in der modernen Nutzung funktionieren.

 

Seit vergangenem Jahr rückt die Website „BUWOG Bau und Kunst“ die jahrelangen Kunstaktivitäten der BUWOG in den Vordergrund und zeigt unter anderem in der Rubrik Historical jene denkmalgeschützten Villen, Zinshäuser, Industrie- und Kommunalbauten, welche die BUWOG in den letzten 30 Jahren stilgerecht renoviert, saniert oder revitalisiert hat und die vielen Menschen nun wieder als lebendiges Zuhause dienen. Im Folgenden wird eine Auswahl dieser architektonisch anspruchsvollen Objekte vorgestellt.

Ehemaliges Amtshaus Oberdöbling

Die Gatterburggasse entstand 1831 nach Parzellierung eines k. & k. Lustgartens. Mittendrin stand ab 1893 ein lang gestreckter Riegelbau, der bis 1991 als Amtshaus diente und bis 1991 auch das Bezirksgericht beherbergte. 2020 wurde das Areal als exklusiver Wohnbau „Inside XIX“ neu erschlossen, der Altbau stilgerecht renoviert, aufgestockt und um einen großen Neubau erweitert (116 Wohnungen samt grünem Hof und großen Kommunalflächen). Atelier Heiss Architekten haben Claus Prokop für eine künstlerische Intervention im historischen Foyer, für Balkon- und Stiegengeländer sowie die Gestaltung der Fenstergitter mit ins Boot geholt.

 

Das Projekt wurde 2020 mit dem European Property 5-Star-Award für „Best Residential Renovation“ ausgezeichnet.

Paula-Villa Purkersdorf

Otto Wagner-Schüler und Secessionist wie Josef Hoffmann, galt auch Leopold Bauer in seinem Frühwerk als Verfechter der Moderne. Später entwickelte er einen theoretisch untermauerten Konservativismus, der auch im „Heimatstil“ der Paula-Villa mit massiven Rund-Risaliten und floralem Jugendstil-Fassadendekor abzulesen ist. Mit der Abkehr vom modernen Funktionalismus geht Bauer auf kritische Distanz zum Purismus des Hoffmann Sanatoriums. Den Auftrag für die Villa am Sanatoriumsgelände erhielt Leopold Bauer, nachdem es zwischen dem Bauherrn Viktor Zuckerkandl und seinem Architekten Josef Hoffmann aufgrund explodierender Kosten zum Bruch kam. Dass Leopold Bauer 1926 Hoffmanns ikonisches Sanatorium mit einem Mansardendach aufstockte und eklatant verfremdete, verstärkte den Unfrieden der beiden Architekten zusätzlich. Die Paula-Villa wurde originalgetreu saniert und als moderner Wohnbau adaptiert.

Zinshaus Kettenbrückengasse

Der Biedermeierbau mit frühhistorischer Fassade umfasst vier Trakte um einen quadratischen Innenhof samt Brunnen. Vier Geschoße über Sandsteinsockel, reich gegliederte Fassade, gotisierende Ornamentik und eine Uhr im zentralen Giebelfeld charakterisieren das Äußere. Als Eckpfeiler der erst 1827 eröffneten Kettenbrückengasse wurde die beispielhafte Vormärz-Architektur (samt historischen Backstuben in den Kellergewölben) bereits 1974 unter Denkmalschutz gestellt. Der Bau, in dem sich seit 1869 eine Apotheke befindet, wurde von der BUWOG saniert und revitalisiert.

 

 

Weitere von der BUWOG revitalisierte historische Bauten finden Sie unter www.buk.buwog.com.

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